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Das Ende des 17. Jahrhunderts erbaute Schloss Schmarsow – eines der ältesten Gebäude der Region – liegt an der Dorfstraße inmitten des etwa 300 Einwohner zählenden Dorfes Schmarsow, 12 km südöstlich der Hansestadt Demmin in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Westflügel des Schlosses ist den Feriengästen vorbehalten: hier wurden die umfangreich sanierten Räume in Ferienwohnungen umgestaltet, die sowohl für Familien als auch für Paare und Einzelpersonen geeignet sind – insbesondere für Besucher, die abseits der großen Touristenströme ihren Urlaub verbringen möchten.

Sehr gerne möchten wir Sie auch in Zukunft zu unseren Veranstaltungen willkommen heißen, die im Eickstedtsaal stattfinden. Für den kulinarisch interessierten Gast bieten unsere Kochkurse in der Schlossküche ein Erlebnis. Gesellschafts- und Veranstaltungsräume können für private Feiern angemietet werden.

Plan der Außenanlagen

Legende

  1. Schloss
  2. Kirche
  3. Gemeindehaus
  4. Feuerwehr
  5. Kavaliershaus
  6. Jägerhaus
  7. Gärtnerhaus
  8. Gedenkstein Musiker
  9. Freisitz
  10. Birkenhain
  11. Jasminhecke
  12. Rosenhecke
  13. Apfelwiese
  14. Gemüsegarten
  15. Kompost
  16. Brunnen
  17. Pastorenweg
  18. Mittelweg
  19. Parkplatz
  20. Teich
  21. Wendelstein
  22. Schafweide
  23. Walnussbaum
  24. Pflanzenklärbeet
  25. Schafstall
  26. Gemeindewiese
  27. Glas/Papiercontainer

Als Folge der Aufsiedlung des Dorfkerns von Schmarsow nach 1945, dem Abriss der meisten Scheunen und der Verfüllung des inmitten des Gutshofes gelegenen großen Teichs verlor das Schloss den Bezug zu seinen früheren Wirtschaftsgebäuden. Der ursprünglich östlich des Schlossgebäudes befindliche barocke Park ging in der Neuordnung der Grundstücke während der Bodenreform von 1946 verloren.

Erst kürzlich konnte durch den Erwerb von angrenzenden, westlich gelegenen Flächen wieder ein gestaltbares Umfeld gewonnen werden, das allerdings nicht mehr mit der historischen Gutsanlage identisch ist. Einzig der Pastoren- und der Mittelweg sind als Relikte der ursprünglichen Gliederung des alten Schlossparks zu erkennen. Diese sehr unterschiedlich gestalteten Freiflächen stehen unseren Gästen offen.

Die Blumenbeete und Rasenflächen am Schloss werden intensiver gärtnerisch betreut als die weiter entfernten Flächen, die weitgehend der Natur überlassen sind. Neben unseren Nutztieren, den Schafen und Hühnern, ist dies der Lebensraum von Fröschen, Libellen, Lurchen, Schwalben, Mauerseglern, Falken und Igeln – wobei diese Aufzählung bei weitem nicht vollständig ist.

Unter dem Asphalt der Dorfstraße liegt noch das historische Kopfsteinpflaster. Um das Schloss herum und vor dem Jägerhaus wurde es bereits freigelegt und instandgesetzt. Unser Ziel besteht nun darin, die Asphaltdecke zwischen dem Schlossgebäude und dem Kavaliershaus gänzlich abzutragen, um den historischen Charakter des Gutshofes wieder herzustellen.

Der „kleine Bruder“ des nach 1945 zugeschütteten westlich gelegenen großen Teiches wurde 2004 rekonstruiert. Da er keinen natürlichen Zulauf hat, wird das verdunstende Wasser durch das Regenwasser des Schlossdaches ergänzt und zusätzlich aus einem 14 m tiefen Brunnen gespeist. Bedingt durch den hohen Nitratgehalt der industriellen Landwirtschaft, unter der auch Vorpommern leidet, ist es notwendig, das Teichwasser gesondert zu reinigen. Seit 2010 wird über eine Solarpumpe das Teichwasser vom „Wendelstein“ in das Seerosenbecken und dann über ein Schilfbeet zurück in den Teich geführt. Graskarpfen unterstützen die Algenbekämpfung.

Reiche Ernte bringen die im Verlauf der letzten Jahre gepflanzten über siebzig Obstbäume und Beerensträucher; überwiegend alter Sorten. Aus der Bibliothek können naturkundliche Bücher zur Bestimmung von Pflanzen und Tieren ausgeliehen werden. In Ausnahmefällen verleihen wir auch Kescher für die Erkundung der Lebewesen in Feld, Flur und natürlich unseres Teichs.

Berlin, im Februar 2019
Andrea Ruiken-Fabich und Dr. Falk Fabich

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