Geschichte, ganz Nah
Im Jahre 1249 wird der Ort Schmarsow
erstmalig urkundlich erwähnt, als ein „halber
Zehnt“ an die Kirche in Kartlow erhoben
wurde. In der Ortsmitte gegen-
über dem Schloss liegt die von 1430 bis 1440 erbaute
Kirche, ein rechtwinkliger gotischer
Backsteinbau mit eingezogenem polygonalem
Chor und Kreuzrippen- gewölbe. Ein Besuch der
Kirche und des Friedhofes ist lohnenswert.
Die Entstehung des heutigen Schloss- gebäudes
liegt im Dunkeln. Es wurde auf weitaus älterer
Gründung errichtet. Die Auswirkung des
30-jährigen Krieges erreichten das Dorf
Schmarsow mit aller Härte ab 1638.
Hungersnot, Pest, Plünderungen und die
Zerstörungen zahlreicher Gebäude
und vermutlich auch des alten Gutshauses
hatten zur Folge, dass es zum Ende des
Krieges
in Schmarsow „keine Feuerstelle“ mehr gab.
Umso erstaunlicher ist die Fertig- stellung des
imposanten Gebäudes in seinen jetzt noch
bestehenden Ausmaßen im Jahr 1698.
Das Dorf Schmarsow und somit auch das
Schloss wechselten häufig ihre Besitzer. Diese
waren die Familien Moltzahn, Eickstedt,
Parsenow, Maltzahn und Heyden – letztgenannte
ab 1855 bis zur Enteignung nach 1945.
Die historischen Fotos wurden von der ehemaligen
Gutssekretärin in den frühen 40er Jahren aufgenommen.